Wir fördern
Denkmalschutz und Stadtbild
Die Possehl-Stiftung fördert das schöne Bild der Stadt und ihrer Anlagen. Auf der Altstadtinsel gibt es über 1.400 eingetragene Denkmäler, die es zu erhalten gilt. Die Stiftung unterstützt ihre Sanierung dort und im gesamten Stadtgebiet. Sie beteiligt sich an dem Erhalt von „Lübecks Sieben Türmen“, den fünf Lübecker Innenstadtkirchen, und beteiligt sich an der Entwicklung und Gestaltung öffentlicher Plätze in der Hansestadt.
Förderbeispiele
7 Türme - 7 Jahre - 7 Millionen
Die sieben Türme der Lübecker Altstadtkirchen zeugen von der Zeit der Hanse. Sie sind Anziehungspunkt für Reisende; für die Lübecker:innen oft identitätsstiftend und untrennbar mit ihrer Stadt verbunden.
Ihr Erhalt ist eine Aufgabe für die Ewigkeit. Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und dessen Innenstadtkirchengemeinden leisten mit dieser Mammutaufgabe einen Dienst nicht nur in eigener Sache, sondern im Interesse der Stadtgemeinschaft und zum Erhalt unseres kulturellen Erbes. Die Stiftung „7 Türme+“sammelt hierfür die finanziellen Mittel.
Der Stiftungsvorstand der Possehl-Stiftung hat entschieden, diesen Kraftakt finanziell verlässlich zu begleiten: „7 Türme – 7 Jahre – 7 Millionen“, so lautet der Beschluss, der einen wesentlichen Beitrag zur Bewahrung der Kirchen leisten wird. Zusätzlich hat die Possehl-Stiftung hat ein Drittel der Kosten der Sanierung der Briefkapelle in St. Marien übernommen.
Sanierung des Altstadthauses Fünfhausen 21-25
Das 1909 erbaute Gebäude wurde 1942 erheblich beschädigt: Der das Haus prägende große Zwerchgiebel wurde mit dem gesamten Mansarddach zerstört. Zunächst wurde das Gebäude in vereinfachter Form ohne die Wiederherstellung des prägenden Giebels und mit einem flachen Satteldach saniert. Das Erscheinungsbild des Hauses hatte nun einen wesentlichen Teil seiner ursprünglichen architektonischen Aussage eingebüßt. Die nun durchgeführte Sanierung gab den Architekten Gelegenheit, die Ergänzung des Giebels in seiner historischen, geschweiften Form zu vorzuschlagen. Die Denkmalpfleger forderten, dass die Wiederherstellung im Detail ablesbar ist und damit das „Ereignis“ der Zerstörung mit ihren Folgen sichtbar wird. Der Wiederaufbau des Zwerchgiebels ist in diesem Sinne geplant und realisiert worden: Nicht eindeutig überlieferte architektonische Schmuckdetails wurden nicht rekonstruiert. Die ungegliederten Kunststofffenster in den Hauptgeschossen wurden als Holzfenster mit glasteilenden Sprossen wiederhergestellt. Das Haus hat durch die Rekonstruktion seine einprägsame Gestalt wiedergewonnen, die einen innovativen Beitrag zur Stadtgestalt leistet.
Sanierung des Herrenhauses Niendorf
Auch außerhalb des Stadtzentrums gibt es in und um Lübeck historische Bausubstanz, die es zu erhalten gilt. Das Herrenhaus Niendorf wurde 1771 im Baustil des Rokkoko errichtet und drohte zu verfallen. Engagierte Eigentümer haben das historische Gebäude umfassend saniert. Die Wiederherstellung des äußeren Erscheinungsbildes sowie die Sanierung der historischen Fenster hat die Possehl-Stiftung mit ihrer Förderung ermöglicht.
Kontakt
"Das schöne Bild der Stadt"
Kunst & Kultur