Das schöne Bild der Stadt

1987 wurde Lübecks Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf der Altstadtinsel gibt es über 1.400 eingetragene Denkmäler, die es zu erhalten und zu schützen gilt. Von 1950 bis heute hat die Possehl-Stiftung mit weit über fünfzig Millionen Euro dazu beitragen können, die Lübecker Altstadt in ihrer architektonischen Vielfalt zu erhalten und gestalten.

Charakteristisch für das Lübecker Stadtbild sind die sogenannten Rippenstraßen, die vom Mittelpunkt der Stadt um den Marktplatz, das Rathaus und die Marienkirche hinab zum Wasser führen, das die Altstadtinsel umgibt. Sie sind parallel zueinander – wie Rippen – angeordnet. Ihre Namen sind jahrhundertealt und verweisen oft auf die Handwerker, die sich dort im Mittelalter angesiedelt hatten, wie die Fleischhauerstraße oder die Glockengießerstraße. In diesen Straßen stehen fast alle Häuser unter Denkmalschutz. Doch eine museale Atmosphäre herrscht hier nicht vor. Im Gegenteil: Die einzigartige Architektur lockt Geschäftstreibende und Besucher. Hier pulsiert das Stadtleben mit vielen kleinen attraktiven Geschäften und Cafés – ein lebendiges Gegengewicht zum austauschbaren Erscheinungsbild vieler Stadtzentren mit seinen Geschäftsketten. Der Erhalt dieser Straßenzüge ist aufwändig, und die Possehl-Stiftung unterstützt die denkmalgerechte Sanierung der historischen Bausubstanz. Der Erhalt von „Lübecks Sieben Türmen“, den fünf Lübecker Altstadtkirchen, ist der Stiftung eine weitere Verpflichtung. 


Sanierung des Füchtingshofes

Sanierung des Füchtingshofes

Zu den sozialen Einrichtungen Lübecks gehören die vielen Stiftshöfe, Armen- und Elendshäuser, deren Entstehung in das Mittelalter zurückreicht. Sie alle wurden aus den Stiftungen wohlhabender Bürger finanziert. Lübecks prächtigster und größter Stiftungshof ist der Füchtingshof: Ratsherr Johann Füchting stiftete ihn 1639. Der gartenartige Innenhof mit den zwei- und dreigeschossigen Hausreihen bietet mitten im Stadtzentrum eine Welt für sich. Die Wohnanlage wird nach wie vor satzungsgemäß an alleinstehende Damen vermietet. Aus Satzungsgründen wird das Mietniveau unter dem des sozialen Wohnungsbaus gehalten. Die Possehl-Stiftung hat die Sanierung der historisch bedeutsamen Anlage gefördert.


Sanierung des Hauses Fleischhauerstraße 16

Lübecker Altstadtarchitektur wird meist mit mittelalterlicher Backsteingotik assoziiert. In den nachfolgenden Jahrhunderten haben die Hausbesitzer jedoch den Großteil der Gebäude dem Zeitgeschmack entsprechend „überformt“. In der Fleischhauerstraße 16 prägt heute die Epoche die Biedermeier das Innere und äußere des Hauses. Um 1780 wurde das zweigeschossige Traufenhaus mit einer ansprechenden Zopfstilfassade verputzt. Die Possehl-Stiftung hat eine denkmalgerechte Farbfassung mit Putz- und Stuckarbeiten sowie den Einbau neuer Fenster unterstützt.

 

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23552 Lübeck
E-Mail: possehl-stiftung(at)possehl.de
Tel.: 0451 / 148-200

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