Das schöne Bild der Stadt

1987 wurde Lübecks Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf der Altstadtinsel gibt es über 1.400 eingetragene Denkmäler, die es zu erhalten und zu schützen gilt. Von 1950 bis heute hat die Possehl-Stiftung mit weit über fünfzig Millionen Euro dazu beitragen können, die Lübecker Altstadt in ihrer architektonischen Vielfalt zu erhalten und gestalten.

Charakteristisch für das Lübecker Stadtbild sind die sogenannten Rippenstraßen, die vom Mittelpunkt der Stadt um den Marktplatz, das Rathaus und die Marienkirche hinab zum Wasser führen, das die Altstadtinsel umgibt. Sie sind parallel zueinander – wie Rippen – angeordnet. Ihre Namen sind jahrhundertealt und verweisen oft auf die Handwerker, die sich dort im Mittelalter angesiedelt hatten, wie die Fleischhauerstraße oder die Glockengießerstraße. In diesen Straßen stehen fast alle Häuser unter Denkmalschutz. Doch eine museale Atmosphäre herrscht hier nicht vor. Im Gegenteil: Die einzigartige Architektur lockt Geschäftstreibende und Besucher. Hier pulsiert das Stadtleben mit vielen kleinen attraktiven Geschäften und Cafés – ein lebendiges Gegengewicht zum austauschbaren Erscheinungsbild vieler Stadtzentren mit seinen Geschäftsketten. Der Erhalt dieser Straßenzüge ist aufwändig, und die Possehl-Stiftung unterstützt die denkmalgerechte Sanierung der historischen Bausubstanz. Der Erhalt von „Lübecks Sieben Türmen“, den fünf Lübecker Innenstadtkirchen, ist der Stiftung eine weitere Verpflichtung. 


Sanierung einer Villa am Lübecker Stadtpark

Ende des 19. jahrhunderts enstand am neu angelegten Lübecker Stadtpark ein ganzes Wohnviertel: Hier ist ein geschlossenes Viertel mit Villen entstanden, die fast alle unter Denkmalschutz stehen. Das Haus in der Parkstraße wurde 1905 errichtet und nun mit viel Liebe zum Detail saniert: Alle Gestaltungselemente wie Geländer, Zaune, Türen, Gauben und Fenster zitieren das historische Original.


Sanierung eines Altstadthauses in der Straße Tünkenhagen

Der Gebäudetypus der kleinbürgerlichen, meist zweigeschossigen Quer- und Traufenhäuser durchzieht die Lübecker Altstadt. Das Haus Tünkenhagen 18 ist eins der wenigen Traufenhäuser, das noch aus der Renaissance erhalten ist. Es befindet sich in einer auf das 15. Jahrhundert zurückgehenden Kleinhausreihe unter gemeinsamem Dach. Die Eigentümer haben das unter Denkmalschutz stehende Gebäude umfassend saniert: Ins Auge fallen die Blockzargenfenster, und auch das Dach ist nicht mehr mit Beton- sondern mit Tonziegeln eingedeckt.

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Beckergrube 38 – 52
23552 Lübeck
E-Mail: possehl-stiftung(at)possehl.de
Tel.: 0451 / 148-200

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